Eigentlich
Pfannkuchenmorgen, aber wir mussten wieder früh raus, damit wir rechtzeitig am
Grand Teton sind. Als Mama morgens in den Waschraum tritt, quoll dieser über
von einer Schar rüstiger und laut schnatternder deutscher Rentner. Hatte doch
am späten Vorabend noch ein großer roter Bus von „Rotel Tours“ mit seinen
winzigen Kabinchen direkt neben den Sanitäranlagen geparkt. Also schnell Abfahrt
mit unserem komfortableren Mobilchen um 08.00 und während der Fahrt wieder das Frühstücksspiel
…
Das
Ford-Fahren wurde zunächst nur von den üblichen Aktivitäten wie Tanken, Lebens-
und Genussmittelergänzung im Walmart unterbrochen und führte dann kurz vor
Paris (!) zu einem ersten Tages-Highlight: Frisch überfahrenes Stinktier
links!!! Vollbremsung im Cockpit vorn. Der frustrierte Kühlschrank-Pinguin
nutzte die Chance zum Auswurf der Taccofüllungreste. (Wir hatten ihm seit
Urlaubsbeginn keine einzige geöffnete Fischbüchse in den Kühlschrank gestellt…)
Beim Ausstieg aus dem Mobil verschlug es uns den Atem. Armer Skunk. Davon möchte
man nicht im lebenden Zustand angestunken werden!!!
Gleich
darauf ein Foto-Shooting direkt aus dem Beifahrerfenster auf einen am kurz
hinter dem straßenbegleitenden Mehrbereichs-Gelb-Braun auf einem Zaun sitzenden
Gürtelfischer (großer „Eisvogel“) und vorbei an einem frisch überrollten
Kaninchen, für das allerdings nicht gebremst wurde.
Die
Ford-Fahrt wurde mit Bleifuß fortgesetzt, wir schnallten uns an und erwarteten
das Abheben zu Papa’s Mondfahrt…
Nur noch 8
Meilen bis Montpelier – sind wir hier wirklich in IDAHO? Ja. Nein! Schon wieder
WYOMING! Heute ist Bundesstaaten-Hopping angesagt. Am frühen Nachmittag kamen
wir in Jackson Hole an, in dem gerade ein „Volksfest“ mit allem Zick und Zack
stattfand. Natürlich vor allem mit Fressbuden mit Hot Dogs und nach
amerikanischer Art frittiertem „Ich weiß nicht was“ über Kitsch-Klamotten bis
hin zu indianischem Schmuck und Gemälden. Auf dem zentralen Platz, auf den man
durch 2 Torbögen (aus 7500 Wapitigeweihen) gelangte, spielte eine Cowboyband.
„And
it burns,burns,burns..the ring of fire..“, sang der ledergestiefelte Johnny
Cash Imitator mit Cowboyhut, während sich im Hintergrund über den Dächern von
Jackson Hole eine große gelbe Brandwolke gen City wälzte.
Im
Nationalpark wütete ein riesiger Waldbrand und im Radio wurde sogar die
Evakuierung der Stadt in Erwägung gezogen. Wir machten, dass wir wegkamen und
waren schon bald auf der Buffalo Valley Road angekommen, die zu unserem
Campingplatz führte. Schon von weitem sahen wir gewaltige dunkle Flecken in der
Prärie herumstehen, die sich bei näherer Betrachtung als eine große Gruppe von
Bisons herausstellte. Wie im Indianerfilm! Die Szene wurde entsprechend
ausführlich abgelichtet.
Gut, dass
Hannes reserviert hatte, denn unser Campground „Colter Bay“ im National Park
Grand Teton war vollständig ausgebucht. Wir parkten unter großen Kiefern und
nahmen mit großem Interesse die überall ausgehängten Bären-Warnschilder wahr.
Alles schien ein bisschen wie ausgestorben und so beendeten wir den Abend nach
einem kurzen Spaziergang mit „America‘s best frozen Pizza’s“ und Bouletten.
Na, da hoffen wir doch schwer, dass es den 4 Chaoscampern nach "umschifften" Tornados, "überlebten" Stinktierattacken und drohenden Bränden um Jackson nach wie vor gut geht! Das liest sich alles sehr unterhaltsam bis abenteurlich, vieles kommt mir immer wieder bekannt vor! ;-)))
AntwortenLöschenBeste Grüße
Frank und Ariane