Diesmal war
die Nacht nicht mehr so kalt, trotzdem fiel das frühe Aufstehen einem Teil der
Familie schwer… gäääähhn! Aber lange Zeit zum Trödeln hatten wir nicht, wir
mussten weiter! Heute lag die längste Strecke vor uns: über 700 km! Ein ganzes
Stück! Vorbei an Schulbussen, Feldern, Angusrindern, Trucks…
Wir überquerten
die Grenze von Idaho nach Nevada und kamen trotz Tankstops zügig voran. Sieben
Stunden Mobilfahrt sind ganz schön anstrengend, v.a. für den Fahrer! Unseren RV
– Park in Reno hatten wir ja zum Glück schon gebucht, sodass es da um 14.00 Uhr
bei unserer Ankunft eigentlich keine Probleme gab. Wir hatten einen schönen
Platz direkt neben den Duschen, im Schatten!^^ Als Nächstes erkundeten wir das
nebenan liegende Hotel …Resort & Casino und man glaubt gar nicht, was man
in so einem Monster alles machen kann: auf Pferde wetten, am Automaten sein
kleines Häuschen verspielen, heiraten, in einem Ballsaal tanzen, ein Meeting
abhalten, viiiieeel Essen, danach ins Fitnessstudio, um die Pfunde wieder
wegzukriegen und wenn man dann einen Muskelkater bekommt, kann man immer noch
in den Spa & Wellnessbereich socken, ganz zu schweigen vom Pool! J Nur die angekündigte Mall war eine
Enttäuschung: Sie bestand aus 3 Läden! Naja, dafür gingen wir dann in den
Walmart, in dem man sich auch seeeehhhr lange suchen kann, oft Tage, wenn man
nichts Besseres zu tun hat!
Nach dieser
Aktion (hier war es doch noch heißer als gedacht) sprangen wir noch in den
hauseigenen Pool, der allerdings den Erfrischungsgrad einer Pfütze in der
Sahara hatte: gar keinen! Vom Rettungsschwimmer beobachtet ertauchte Papa die
eigentlich für den Pool benötigten Hotelbändchen (man hatte uns keine gegeben,
sondern nur zwei Plastekarten), die von unsachtsamen Besuchern abgefallen
waren.
Abends
nutzten wir noch die Chance der teuersten Laundry, die wir bisher entdecken
konnten, aber was muss, das muss! Gewaschen, geschleudert und im Trockner
gewendet machten sich die Klamotten im Koffer einfach besser. Zum Abschluss
packten wir noch unsere Stühle aus, die zwei Tische (erste Benutzung) und Papa
brutzelte uns noch richtig gute Steaks auf unserem erstmals benutzten
Minigrill. Im Schein des blau – grün – rosa angestrahlten Hotels hinter uns
mumpfelten wir so vor uns hin.
Wäre es noch
hell und vor uns kein Holzzaun gewesen, hätte man vielleicht auch noch einen
Blick auf den sagenhaften (von beschaulichen Betonplatten gesäumten) Lake
ergattern können, wo Hinz und Kunz kleine weiße Bälle auf kleine Inseln mit
„Plastepalmen“ schmettern konnten, wenn sie wollten. Unsere nächtliche Tour
aber führte uns noch am River vorbei, in dem es angeblich Biber geben sollte,
aber trotz genauer Suche fanden wir zwar Biberschnitte, aber ansonsten nur Müll
und einen menschlichen „Brückenbewohner“, der uns einen ganz schönen Schrecken
einjagte. Und damit: Gute Nacht!
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