Sonntag, 16. September 2012

700km vor uns..


Diesmal war die Nacht nicht mehr so kalt, trotzdem fiel das frühe Aufstehen einem Teil der Familie schwer… gäääähhn! Aber lange Zeit zum Trödeln hatten wir nicht, wir mussten weiter! Heute lag die längste Strecke vor uns: über 700 km! Ein ganzes Stück! Vorbei an Schulbussen, Feldern, Angusrindern, Trucks…


Wir überquerten die Grenze von Idaho nach Nevada und kamen trotz Tankstops zügig voran. Sieben Stunden Mobilfahrt sind ganz schön anstrengend, v.a. für den Fahrer! Unseren RV – Park in Reno hatten wir ja zum Glück schon gebucht, sodass es da um 14.00 Uhr bei unserer Ankunft eigentlich keine Probleme gab. Wir hatten einen schönen Platz direkt neben den Duschen, im Schatten!^^ Als Nächstes erkundeten wir das nebenan liegende Hotel …Resort & Casino und man glaubt gar nicht, was man in so einem Monster alles machen kann: auf Pferde wetten, am Automaten sein kleines Häuschen verspielen, heiraten, in einem Ballsaal tanzen, ein Meeting abhalten, viiiieeel Essen, danach ins Fitnessstudio, um die Pfunde wieder wegzukriegen und wenn man dann einen Muskelkater bekommt, kann man immer noch in den Spa & Wellnessbereich socken, ganz zu schweigen vom Pool! J Nur die angekündigte Mall war eine Enttäuschung: Sie bestand aus 3 Läden! Naja, dafür gingen wir dann in den Walmart, in dem man sich auch seeeehhhr lange suchen kann, oft Tage, wenn man nichts Besseres zu tun hat!
Nach dieser Aktion (hier war es doch noch heißer als gedacht) sprangen wir noch in den hauseigenen Pool, der allerdings den Erfrischungsgrad einer Pfütze in der Sahara hatte: gar keinen! Vom Rettungsschwimmer beobachtet ertauchte Papa die eigentlich für den Pool benötigten Hotelbändchen (man hatte uns keine gegeben, sondern nur zwei Plastekarten), die von unsachtsamen Besuchern abgefallen waren.
Abends nutzten wir noch die Chance der teuersten Laundry, die wir bisher entdecken konnten, aber was muss, das muss! Gewaschen, geschleudert und im Trockner gewendet machten sich die Klamotten im Koffer einfach besser. Zum Abschluss packten wir noch unsere Stühle aus, die zwei Tische (erste Benutzung) und Papa brutzelte uns noch richtig gute Steaks auf unserem erstmals benutzten Minigrill. Im Schein des blau – grün – rosa angestrahlten Hotels hinter uns mumpfelten wir so vor uns hin.

Wäre es noch hell und vor uns kein Holzzaun gewesen, hätte man vielleicht auch noch einen Blick auf den sagenhaften (von beschaulichen Betonplatten gesäumten) Lake ergattern können, wo Hinz und Kunz kleine weiße Bälle auf kleine Inseln mit „Plastepalmen“ schmettern konnten, wenn sie wollten. Unsere nächtliche Tour aber führte uns noch am River vorbei, in dem es angeblich Biber geben sollte, aber trotz genauer Suche fanden wir zwar Biberschnitte, aber ansonsten nur Müll und einen menschlichen „Brückenbewohner“, der uns einen ganz schönen Schrecken einjagte. Und damit: Gute Nacht!

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