Sonntag, 9. September 2012

And it Burns, Burns, Burns..


Eigentlich Pfannkuchenmorgen, aber wir mussten wieder früh raus, damit wir rechtzeitig am Grand Teton sind. Als Mama morgens in den Waschraum tritt, quoll dieser über von einer Schar rüstiger und laut schnatternder deutscher Rentner. Hatte doch am späten Vorabend noch ein großer roter Bus von „Rotel Tours“ mit seinen winzigen Kabinchen direkt neben den Sanitäranlagen geparkt. Also schnell Abfahrt mit unserem komfortableren Mobilchen um 08.00 und während der Fahrt wieder das Frühstücksspiel …
Das Ford-Fahren wurde zunächst nur von den üblichen Aktivitäten wie Tanken, Lebens- und Genussmittelergänzung im Walmart unterbrochen und führte dann kurz vor Paris (!) zu einem ersten Tages-Highlight: Frisch überfahrenes Stinktier links!!! Vollbremsung im Cockpit vorn. Der frustrierte Kühlschrank-Pinguin nutzte die Chance zum Auswurf der Taccofüllungreste. (Wir hatten ihm seit Urlaubsbeginn keine einzige geöffnete Fischbüchse in den Kühlschrank gestellt…) Beim Ausstieg aus dem Mobil verschlug es uns den Atem. Armer Skunk. Davon möchte man nicht im lebenden Zustand angestunken werden!!!

Gleich darauf ein Foto-Shooting direkt aus dem Beifahrerfenster auf einen am kurz hinter dem straßenbegleitenden Mehrbereichs-Gelb-Braun auf einem Zaun sitzenden Gürtelfischer (großer „Eisvogel“) und vorbei an einem frisch überrollten Kaninchen, für das allerdings nicht gebremst wurde.
Die Ford-Fahrt wurde mit Bleifuß fortgesetzt, wir schnallten uns an und erwarteten das Abheben zu Papa’s Mondfahrt…
Nur noch 8 Meilen bis Montpelier – sind wir hier wirklich in IDAHO? Ja. Nein! Schon wieder WYOMING! Heute ist Bundesstaaten-Hopping angesagt. Am frühen Nachmittag kamen wir in Jackson Hole an, in dem gerade ein „Volksfest“ mit allem Zick und Zack stattfand. Natürlich vor allem mit Fressbuden mit Hot Dogs und nach amerikanischer Art frittiertem „Ich weiß nicht was“ über Kitsch-Klamotten bis hin zu indianischem Schmuck und Gemälden. Auf dem zentralen Platz, auf den man durch 2 Torbögen (aus 7500 Wapitigeweihen) gelangte, spielte eine Cowboyband. 


„And it burns,burns,burns..the ring of fire..“, sang der ledergestiefelte Johnny Cash Imitator mit Cowboyhut, während sich im Hintergrund über den Dächern von Jackson Hole eine große gelbe Brandwolke gen City wälzte.


Im Nationalpark wütete ein riesiger Waldbrand und im Radio wurde sogar die Evakuierung der Stadt in Erwägung gezogen. Wir machten, dass wir wegkamen und waren schon bald auf der Buffalo Valley Road angekommen, die zu unserem Campingplatz führte. Schon von weitem sahen wir gewaltige dunkle Flecken in der Prärie herumstehen, die sich bei näherer Betrachtung als eine große Gruppe von Bisons herausstellte. Wie im Indianerfilm! Die Szene wurde entsprechend ausführlich abgelichtet.


Gut, dass Hannes reserviert hatte, denn unser Campground „Colter Bay“ im National Park Grand Teton war vollständig ausgebucht. Wir parkten unter großen Kiefern und nahmen mit großem Interesse die überall ausgehängten Bären-Warnschilder wahr. 


Alles schien ein bisschen wie ausgestorben und so beendeten wir den Abend nach einem kurzen Spaziergang mit „America‘s best frozen Pizza’s“ und Bouletten. 

1 Kommentar:

  1. Na, da hoffen wir doch schwer, dass es den 4 Chaoscampern nach "umschifften" Tornados, "überlebten" Stinktierattacken und drohenden Bränden um Jackson nach wie vor gut geht! Das liest sich alles sehr unterhaltsam bis abenteurlich, vieles kommt mir immer wieder bekannt vor! ;-)))
    Beste Grüße
    Frank und Ariane

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