Übrigens,
der allererste Tag (mit Flug!J!) ist jetzt im Blog erhältlich. Wir haben es endlich
geschafft diesen fertig zu stellen, war gar nicht so einfach, das nebenbei noch
zu machen, es kam immer etwas dazwischen.
Dieser Donnerstag
war, auf Wunsch der Damenwelt, etwas entspannter. So folgte nach dem Frühstück
ein Sonnenbad am campeigenen Pool mit Karten schreiben und lesen. Die Ruhe
hielt bis zum Mittag, als von den Herren der Vorschlag kam, man müsse doch
heute noch was machen. Also aus der Poolgaderobe ab in die Wandersachen und den
Eingang zum Park suchen, über den von seinem Namensgeber, dem ersten und
einzigen Siedler und Mormonen, Ebeneezer Bryce, 1880 gesagt wurde: „Ein
verdammter Platz, eine Kuh zu verlieren!“. Da wir bisher nicht kontrolliert
worden waren bezüglich Annual Pass etc., nahmen wir an, dass uns das noch bevor
stand. Richtig, wir fanden den Parkeingang vorbei an der „Bryce City“ und
bekamen eine aussagekräftige Karte. Ersteinmal ins Visitor Center, in dem es
von Touristen nur so wimmelte. Hier konnte man einen Präriehund adoptieren, im
Museum ein Stachelschwein betrachten, auf einem Holzpferd sitzen...
Aufkleber, Postkarten und anderes
erwerben (was wir auch taten J!) und den örtlichen Rangern ein Ohr abkauen. Dies
taten auch die meisten Touristen und wir schlossen uns dem an, um Informationen
darüber zu bekommen, wo man das RV stehen lassen konnte, um mit dem kostenlosen
Shuttlebus fahren zu können und ob man am nächsten Tag schon zum Sunrise in den
Park kamen. Dafür bekamen wir noch einen sehr effektiven Typ: Wir sollten nicht
zum dafür ausgewiesenem Sunrise – Point fahren, sondern zum Bryce Point, von wo
aus man den besten Überblick über das „Bryce Amphitheater“ haben sollte. Gesagt
getan, Papa und Hannes stellten das Auto auf dem vorgesehenen Parkplatz ab,
während Mama und Jule die Shuttlebushaltestelle suchten. Dabei kamen wir an dem
Rangerprogramm – Timetable vorbei, auf dem ein für diesen Abend ausgewiesener
Vortrag über Aliens verzeichnet warJ! Wenig später stiegen wir zu unserer
Busfahrerin April in den Shuttlebus und ließen uns von ihr zu den „View –
Points“ kutschieren, wobei sie uns einiges erklärte und sogar für die Antilopen
anhielt. Zuerst stiegen wir am empfohlenen Inspiration Point aus, wo wir auf
unsere unfreundlichen deutschen Nachbarn vom Campground trafen und auf nette
deutsche Leute. Mit diesen war ein Herr und seine Tochter / Freundin (?)
gemeint, der aussah wir Bruce Willis, allerdings mit hessischem Dialekt, was
die Unterhaltung sehr lustig und sehr praktisch machte bezüglich gegenseitigem Photoshooting. Aber wir konnten uns hier nicht ewig
aufhalten, schließlich hatten wir auch hier ein Programm zu bewältigen. Das
wartete auf uns beim Sunrise – Point, wo wir den Queen’s Garden Trail, der sich
mit dem Navajo – Loop zu einem „Round Trip“ verband, bewältigen wollten.
Da es
schon nachmittags war, brannte die Sonne nicht mehr allzu sehr, was uns auf dem
mit der Schwierigkeitsstufe „Moderate“ ausgewiesenem Trail entgegen kam. Mit
etwas Kreativität konnte man in den Kalksandsteinfelsen einige lustige Figuren
erkennen und vielleicht auch ein hübsches Photo mit diesen schießen. Eine bereits
vorgegebene Figur fanden wir am Ende des Queen’s Garden Trail: Königin
Victoria, die laut Mama und Papa eher wie ein Dinosaurier aussah (aber sind
nicht heutzutage Königinnen nicht eh alle Dinosaurier?^^). Dieser ging dann in
den Navajo – Loop über, dessen zwei Hauptattraktionen, neben dem steilen
Aufstieg, die „Wall Street“ und „Thor’s Hammer“ waren. Papa jammerte die ganze Zeit: Kommt jetzt bald
der Fahrstuhl?“ Der muss grad reden, wer will denn hier die ganze Zeit bei der
Hitze wandern? Obwohl es schon fortgeschrittener Nachmittag war, schien die
Sonne und man war froh über ein wenig Schatten und das Ende des Round Trip. Endlich
fand Mama den Knopf für den Lift.
Oben wieder
angekommen, lauschten wir dem Abschlussquiz der deutschen Geologentruppe, bei
der ein gewisser Johannes gerade erläutern sollte, warum die oberen Teile der
Gesteinsformationen „schluffig“ waren. Der arme, aber immerhin fährt er zum
Praktikum in die Staaten! Nun stiegen wir wieder in das Shuttle (ein neues, es
hatte flauschigere Sitze J!) und fuhren bis zum Visitor Center, wo wir in das lauschig
warme Mobilchen stiegen. Über das Ruby’s Inn, in dem es jede Menge
Souvenirkrams gab vom Bryce Canyon – Tee ^^ - Shirt über in Mexico hergestellten
Schmuck und das Überlebensallerlei für den gewieften Camper bis zum 1000 $
Westernsattel alles Mögliche, sogar einen „Indianerraum“. Besonders süß waren
die in kleine Baumstämme geschnitzten grinsenden Bären! Auf, auf zum
Campground! In aller Finsternis gab es schließlich im Mobilchen das „Lieblingsessen“
von PapaJ: Nudeln! Auf dem Weg zum Zähneputzen
fiel Jule noch über einen Bockbug J (Bockkäfer), eine Gottesanbeterin
und eine Gruppe lustiger Amerikaner, die quer durch Utah radelten. Das war‘ s
für den Abend!
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