Donnerstag, 6. September 2012

Bruce am Bryce


Übrigens, der allererste Tag (mit Flug!J!) ist jetzt im Blog erhältlich. Wir haben es endlich geschafft diesen fertig zu stellen, war gar nicht so einfach, das nebenbei noch zu machen, es kam immer etwas dazwischen.
Dieser Donnerstag war, auf Wunsch der Damenwelt, etwas entspannter. So folgte nach dem Frühstück ein Sonnenbad am campeigenen Pool mit Karten schreiben und lesen. Die Ruhe hielt bis zum Mittag, als von den Herren der Vorschlag kam, man müsse doch heute noch was machen. Also aus der Poolgaderobe ab in die Wandersachen und den Eingang zum Park suchen, über den von seinem Namensgeber, dem ersten und einzigen Siedler und Mormonen, Ebeneezer Bryce, 1880 gesagt wurde: „Ein verdammter Platz, eine Kuh zu verlieren!“. Da wir bisher nicht kontrolliert worden waren bezüglich Annual Pass etc., nahmen wir an, dass uns das noch bevor stand. Richtig, wir fanden den Parkeingang vorbei an der „Bryce City“ und bekamen eine aussagekräftige Karte. Ersteinmal ins Visitor Center, in dem es von Touristen nur so wimmelte. Hier konnte man einen Präriehund adoptieren, im Museum ein Stachelschwein betrachten, auf einem Holzpferd sitzen...



Aufkleber, Postkarten und anderes erwerben (was wir auch taten J!) und den örtlichen Rangern ein Ohr abkauen. Dies taten auch die meisten Touristen und wir schlossen uns dem an, um Informationen darüber zu bekommen, wo man das RV stehen lassen konnte, um mit dem kostenlosen Shuttlebus fahren zu können und ob man am nächsten Tag schon zum Sunrise in den Park kamen. Dafür bekamen wir noch einen sehr effektiven Typ: Wir sollten nicht zum dafür ausgewiesenem Sunrise – Point fahren, sondern zum Bryce Point, von wo aus man den besten Überblick über das „Bryce Amphitheater“ haben sollte. Gesagt getan, Papa und Hannes stellten das Auto auf dem vorgesehenen Parkplatz ab, während Mama und Jule die Shuttlebushaltestelle suchten. Dabei kamen wir an dem Rangerprogramm – Timetable vorbei, auf dem ein für diesen Abend ausgewiesener Vortrag über Aliens verzeichnet warJ! Wenig später stiegen wir zu unserer Busfahrerin April in den Shuttlebus und ließen uns von ihr zu den „View – Points“ kutschieren, wobei sie uns einiges erklärte und sogar für die Antilopen anhielt. Zuerst stiegen wir am empfohlenen Inspiration Point aus, wo wir auf unsere unfreundlichen deutschen Nachbarn vom Campground trafen und auf nette deutsche Leute. Mit diesen war ein Herr und seine Tochter / Freundin (?) gemeint, der aussah wir Bruce Willis, allerdings mit hessischem Dialekt, was die Unterhaltung sehr lustig und sehr praktisch machte bezüglich  gegenseitigem Photoshooting.  Aber wir konnten uns hier nicht ewig aufhalten, schließlich hatten wir auch hier ein Programm zu bewältigen. Das wartete auf uns beim Sunrise – Point, wo wir den Queen’s Garden Trail, der sich mit dem Navajo – Loop zu einem „Round Trip“ verband, bewältigen wollten.




 Da es schon nachmittags war, brannte die Sonne nicht mehr allzu sehr, was uns auf dem mit der Schwierigkeitsstufe „Moderate“ ausgewiesenem Trail entgegen kam. Mit etwas Kreativität konnte man in den Kalksandsteinfelsen einige lustige Figuren erkennen und vielleicht auch ein hübsches Photo mit diesen schießen. Eine bereits vorgegebene Figur fanden wir am Ende des Queen’s Garden Trail: Königin Victoria, die laut Mama und Papa eher wie ein Dinosaurier aussah (aber sind nicht heutzutage Königinnen nicht eh alle Dinosaurier?^^). Dieser ging dann in den Navajo – Loop über, dessen zwei Hauptattraktionen, neben dem steilen Aufstieg, die „Wall Street“ und „Thor’s Hammer“ waren.  Papa jammerte die ganze Zeit: Kommt jetzt bald der Fahrstuhl?“ Der muss grad reden, wer will denn hier die ganze Zeit bei der Hitze wandern? Obwohl es schon fortgeschrittener Nachmittag war, schien die Sonne und man war froh über ein wenig Schatten und das Ende des Round Trip. Endlich fand Mama den Knopf für den Lift.



Oben wieder angekommen, lauschten wir dem Abschlussquiz der deutschen Geologentruppe, bei der ein gewisser Johannes gerade erläutern sollte, warum die oberen Teile der Gesteinsformationen „schluffig“ waren. Der arme, aber immerhin fährt er zum Praktikum in die Staaten! Nun stiegen wir wieder in das Shuttle (ein neues, es hatte flauschigere Sitze J!) und fuhren bis zum Visitor Center, wo wir in das lauschig warme Mobilchen stiegen. Über das Ruby’s Inn, in dem es jede Menge Souvenirkrams gab vom Bryce Canyon – Tee ^^ - Shirt über in Mexico hergestellten Schmuck und das Überlebensallerlei für den gewieften Camper bis zum 1000 $ Westernsattel alles Mögliche, sogar einen „Indianerraum“. Besonders süß waren die in kleine Baumstämme geschnitzten grinsenden Bären! Auf, auf zum Campground! In aller Finsternis gab es schließlich im Mobilchen das „Lieblingsessen“ von PapaJ: Nudeln! Auf dem Weg zum Zähneputzen fiel Jule noch über einen Bockbug J (Bockkäfer), eine Gottesanbeterin und eine Gruppe lustiger Amerikaner, die quer durch Utah radelten. Das war‘ s für den Abend!

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