Der Morgen
begann mit einer Suche nach Briefmarken und Internet. Eigentlich wollten wir
uns auch noch am Pool sonnen, aber der machte nicht vor um 08.00 Uhr auf und da
es erst kurz nach halb acht war, mussten wir mit der Picknicksitzbank Vorlieb
nehmen Nach dem Frühstück verließen wir Las Vegas in Richtung Zion
Nationalpark. Eigentlich sollte dies eine kurze ereignislose Fahrt werden, aber
das war unserem Navigationssystem nicht bewusst und da der Nationalpark keine
richtige Adresse hatte, fuhren wir ein wenig im Kreis. Schließlich fanden wir
ihn aber doch und auch nach einer netten Einweisung durch die Rangerdame in dem
Häuschen mit dem coolen Hut und der noch cooleren Sonnenbrille, kamen wir sogar
an unser Ziel: unseren Stellplatz. Die Freude allerdings währte nicht allzu
lange, als wir feststellten, dass wir keinen Wasseranschluss hier hatten. Kein
Problem, dachten wir, gehen wir eben duschen. Weit gefehlt! Wir hatten den
kleingedruckten Absatz: „Showers and laundry are available for a fee in
Springdale“(das ist das Kaff neben dem Zion Nationalpark) überlesen. Aha, man
konnte also gegen Gebühr in Springdale duschen… wie biiiitttteee? Wie jetzt,
was jetzt? Drei Tage stinken? Zu unserem Glück waren ja wenigstens noch
Toiletten auf dem Campingplatzübersichtsplan eingezeichnet. Als wir diese
(Hannes, Mama, Jule – Papa hatten wir am Mobil gelassen, da er sich heute
Morgen beim Scheibenputzen das Kreuz verrenkt hatte) suchten, stellten wir
fest, dass sie sich gerade noch im Bau befanden – juchee. Doch am Anfang des
Campingplatzes befanden sich 2 Toilettenhäuschen, wenigstens etwas. Ein
definitiver Trostpreis war der Virgin River, der neben dem Campingplatz entlang
brauste. Auch bis zum Visitor Center war es nicht weit und wir erkundigten uns
nach den Bedingungen für unsere Unternehmungsziele der nächsten beiden Tage,
eventuellen Erlaubnissen dafür und dem Wetter. Außerdem statteten wir dem Gift
Shop gleich noch einen Besuch ab und erstanden neben schicken Zion
Trinkflaschen (Mehrweg, einer der wenigen Öko- Nationalparks, die keine Plastetrinkflaschen
verkauften), noch Postkarten, etwaige süße kleine Plüschtiere und Aufkleber.
Als wir zurückkamen, schlief Papa nicht wie erwartet, sondern hockte zwischen
den Sonnenblumen, von denen es hier eine ganze Menge auf dem Platz gab, und
dachte wir seien verschollen. Als nächstes hüpften wir in den Fluss, der schön
kalt war, denn obwohl es hier „kühler“ war als in Las Vegas war es immer noch
sehr warm (39°C). Im Fluss dümpelte eine frische Bierdose, die zwischen zwei
Steinen festhang, herum. Da sie noch gut war, wurde sie kurzerhand eingesteckt
(Wer‘ s findet, darf‘ s behalten!). Am Abend war noch grillen angesagt, also
gab es noch Steaks, Bratwurst (oder was auch immer das hier ist), Sour Cream
mit viel Knoblauch, Kartoffeln, Avocadocreme und Salat. Während Hannes und Jule
abwuschen und dabei eine Folge ALF sahen, gingen die Erziehungsberechtigten des
Wohnmobils noch Tiere gucken und Papa zauberte im Dunkeln doch schließlich noch
eine Kröte unter der Kaffee –Kohlen – Anzünd – Dose hervor. Doch auch die Kröte
hatte bald keine Lust mehr fotografiert zu werden und hüpfte in die Dunkelheit,
um sich ein schönes Plätzchen am Fluss zu suchen.
Oh, je, keine Duschen auf dem Watchman Campground? Bei uns waren zumindest noch Toiletten, der Rest lief im Fluss. Alles von Geckos und einer Vogelspinne besiedelt, die früh für Aufruhr sorgte. Hat wohl die Hygiene dicht machen lassen! ;-)))
AntwortenLöschenNee, Waschbecken gab´s noch, Duschen war im Wohnmobil. Wasser am Platz war damals auch nicht, da musste man an der Dumping Station bunkern. Haltet durch, am Grand Canyon gibt´s wieder Duschen (hoffen wir für euch!).
Liebe Grüße
Frank und Ariane