Mittwoch, 29. August 2012

Auf zum Zion!


Der Morgen begann mit einer Suche nach Briefmarken und Internet. Eigentlich wollten wir uns auch noch am Pool sonnen, aber der machte nicht vor um 08.00 Uhr auf und da es erst kurz nach halb acht war, mussten wir mit der Picknicksitzbank Vorlieb nehmen Nach dem Frühstück verließen wir Las Vegas in Richtung Zion Nationalpark. Eigentlich sollte dies eine kurze ereignislose Fahrt werden, aber das war unserem Navigationssystem nicht bewusst und da der Nationalpark keine richtige Adresse hatte, fuhren wir ein wenig im Kreis. Schließlich fanden wir ihn aber doch und auch nach einer netten Einweisung durch die Rangerdame in dem Häuschen mit dem coolen Hut und der noch cooleren Sonnenbrille, kamen wir sogar an unser Ziel: unseren Stellplatz. Die Freude allerdings währte nicht allzu lange, als wir feststellten, dass wir keinen Wasseranschluss hier hatten. Kein Problem, dachten wir, gehen wir eben duschen. Weit gefehlt! Wir hatten den kleingedruckten Absatz: „Showers and laundry are available for a fee in Springdale“(das ist das Kaff neben dem Zion Nationalpark) überlesen. Aha, man konnte also gegen Gebühr in Springdale duschen… wie biiiitttteee? Wie jetzt, was jetzt? Drei Tage stinken? Zu unserem Glück waren ja wenigstens noch Toiletten auf dem Campingplatzübersichtsplan eingezeichnet. Als wir diese (Hannes, Mama, Jule – Papa hatten wir am Mobil gelassen, da er sich heute Morgen beim Scheibenputzen das Kreuz verrenkt hatte) suchten, stellten wir fest, dass sie sich gerade noch im Bau befanden – juchee. Doch am Anfang des Campingplatzes befanden sich 2 Toilettenhäuschen, wenigstens etwas. Ein definitiver Trostpreis war der Virgin River, der neben dem Campingplatz entlang brauste. Auch bis zum Visitor Center war es nicht weit und wir erkundigten uns nach den Bedingungen für unsere Unternehmungsziele der nächsten beiden Tage, eventuellen Erlaubnissen dafür und dem Wetter. Außerdem statteten wir dem Gift Shop gleich noch einen Besuch ab und erstanden neben schicken Zion Trinkflaschen (Mehrweg, einer der wenigen Öko- Nationalparks, die keine Plastetrinkflaschen verkauften), noch Postkarten, etwaige süße kleine Plüschtiere und Aufkleber. Als wir zurückkamen, schlief Papa nicht wie erwartet, sondern hockte zwischen den Sonnenblumen, von denen es hier eine ganze Menge auf dem Platz gab, und dachte wir seien verschollen. Als nächstes hüpften wir in den Fluss, der schön kalt war, denn obwohl es hier „kühler“ war als in Las Vegas war es immer noch sehr warm (39°C). Im Fluss dümpelte eine frische Bierdose, die zwischen zwei Steinen festhang, herum. Da sie noch gut war, wurde sie kurzerhand eingesteckt (Wer‘ s findet, darf‘ s behalten!). Am Abend war noch grillen angesagt, also gab es noch Steaks, Bratwurst (oder was auch immer das hier ist), Sour Cream mit viel Knoblauch, Kartoffeln, Avocadocreme und Salat. Während Hannes und Jule abwuschen und dabei eine Folge ALF sahen, gingen die Erziehungsberechtigten des Wohnmobils noch Tiere gucken und Papa zauberte im Dunkeln doch schließlich noch eine Kröte unter der Kaffee –Kohlen – Anzünd – Dose hervor. Doch auch die Kröte hatte bald keine Lust mehr fotografiert zu werden und hüpfte in die Dunkelheit, um sich ein schönes Plätzchen am Fluss zu suchen. 

1 Kommentar:

  1. Oh, je, keine Duschen auf dem Watchman Campground? Bei uns waren zumindest noch Toiletten, der Rest lief im Fluss. Alles von Geckos und einer Vogelspinne besiedelt, die früh für Aufruhr sorgte. Hat wohl die Hygiene dicht machen lassen! ;-)))
    Nee, Waschbecken gab´s noch, Duschen war im Wohnmobil. Wasser am Platz war damals auch nicht, da musste man an der Dumping Station bunkern. Haltet durch, am Grand Canyon gibt´s wieder Duschen (hoffen wir für euch!).
    Liebe Grüße
    Frank und Ariane

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