Freitag, 24. August 2012

Auf zum Yosemite National Park :)


Nach einer wunderbaren schnarchfreien, aber verkehrslauten Nacht in 2 Doppelbetten in 1 Zimmer erwartete uns am Morgen statt des befürchteten amerikanischen Frühstücks mit dünnem Kaffee und einer süßen Zuckerschnecke ein umfangreiches Büffet mit Muffins, O-, Cranberry-, Apfelsaft, Bagels (=laut Wörterbuch“ harte ringförmige Semmel“= das stimmt), Rührei, gebratenen Eiern mit Käsefüllung sowie diversen Kuchenteilchen und Joghurt.
Überpünktlich stand der Shuttle von MOTURIS um 07:25 Uhr vor der Tür. Überrascht schmissen wir alle übrigen Frühstücksteilchen in eine Plaste-Globetrottertüte und zottelten unser Gepäck hinaus. Nach uns holte der Shuttle auch noch ein nettes älteres Pärchen aus Hamburg ab – eingefleischte Amerika-Wohnmobilcamper. Schnell kamen wir ins Gespräch und erhielten wertvolle Campertipps. Beim Mobil-Verleih bekamen wir neben einer deutschen Einweisung auf DVD (bitte entfernen Sie immer alle Kabel und Schläuche von den Festanschlüssen vor Ihrer Abfahrt …) auch freundliche Camperalmosen der abreisenden Gäste in Form von Grillkohle, tausenden Kaffeefiltern, Tomaten in der Dose und 500 g Backpulver – wozu auch immer.
Nach Einweisung in und Inspektion des Schlachtschiffes, das nun für 4 Wochen unser Einfamilienhaus darstellen sollte, folgten wir unseren Hamburgern in den nächsten Walmart. Nicht ohne schlechtes Gewissen bereicherten wir nun die ohnehin schon millionenschweren Walmart-Erben (deren 100-Dollar-Noten übereinandergeschichtet höher als der Mount Everest sind) durch unseren Einkauf. Erwartungsvoll erstürmten wir die Regale und stellten fest, dass alles wirklich bunter, klebriger, süßer, fetter und dicker (vor allem die einkaufenden Amerikaner und das Servicepersonal) als bei uns war. Nachdem der Wagen voll und wir um 250 $ leichter waren, beauftragten wir das Navi mit der Berechnung unserer ersten Tour – erstmal raus aus der City! 


Herr Tomtom erwies sich als nicht kooperativ und schlug uns 1.200 km Fahrt nach Phoenix vor. Wir wollen aber zum nur 250 km entfernten Yosemite! Es kam kein wirklicher Dialog zustande, also zurück zur Verleihstation und Navi umgetauscht. Na, bitte: der neue GARMIN berechnete sofort die Route und sprach sogar Deutsch mit uns! Der Papa steuerte das Schlachtschiff wie einst den Armee-Ural sicher über den Highway und wir bestaunten bunte Trucks, Schulbusse (die armen Kinder…) und heiße Motorräder. Ab und zu tauchten nostalgische Saloons und Läden am Rande des Highways auf, in denen man aber auch noch einen Westernsattel hätte erstehen können. Nachdem wir uns an einer Mandelbaumplantage mit regionalen Köstlichkeiten wie z. B. californischen Mandeln, Mangos, Tomaten eingedeckt hatten, tauchten schon die ersten Vorwegweiser zum Yosemite-Nationalpark auf. 




Zum Glück hatten wir eine Klimaanlage, denn bei jedem Ausgang schlugen uns kochendheiße Außentemperaturen entgegen – gefühlte 35 statt der von wetteronline versprochenen 21 °C. Jojo  hatte den schönsten und größten Stellplatz für uns reserviert und trotzdem wir den slide – out – Charakter damals nicht angegeben hatten, war der Platz groß genug und mit Strom und Wasser ausgestattet. Der Campingplatz verfügte neben kostenlosem WiFi auch über einen Pool, ein Restaurant namens Deli’s, einen Streichelzoo und ein Außenkino. Da wir echt fix und fertig von der Tour waren, klemmten wir uns die Heuwagentour und das Campfire mit Marshmallows, erkundeten die Duschen und sprangen in den Pool.
Als nächstes galt es unser kreatives Chaos im Wohnmobil etwas zu lichten und Klamotten einzuräumen. Bei der Schrank – (wie bei der Bettverteilung auch ^^) gewann en die Alten -.^ .Schließlich hatten wir keine Kraft mehr zu grillen, deswegen gab es Spaghetti J, eine der richtig leckeren Mangos und eine Folge „ALF“, wobei wir alle schon mit dem Jetlag kämpften und um 21.00 Uhr Ortszeit mit dem Ellbogen vom Tisch rutschten. Also galt für Jule nur noch „Bett bauen“ aus dem Tisch -.-, während der Rest noch Zähne putzte oder schon ins Bett plumpste. Na dann Gute Nacht!

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